
Mieter putzt Treppenhaus nicht: Was jetzt hilft
Der Mieter putzt Treppenhaus nicht und ignoriert den Reinigungsplan im Hausflur: Für Eigentümer und Nachbarn bedeutet das handfesten Ärger. Wenn Schmutz liegen bleibt und Beschwerden zunehmen, müssen Vermieter handeln. Mit den richtigen Schritten stellen Sie die Ordnung wieder her und vermeiden lange Streitigkeiten.
Rechtliche Grundlage: Wann die Pflicht zur Reinigung gilt
Mieter müssen den Hausflur nur wischen, wenn das ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart ist. Ein einfacher Aushang im Flur oder eine nachträglich verfasste Hausordnung reicht rechtlich nicht aus, wenn der Mietvertrag keine entsprechende Klausel enthält.
Steht die Pflicht im Vertrag, ist sie verbindlich. In vielen älteren Gebäuden in Köln existiert ein rotierender Plan für die Kehrwoche. Wer an der Reihe ist, muss fegen und feucht wischen. Ist der Mieter krank oder im Urlaub, muss er selbst für eine Vertretung sorgen. Ignoriert er seinen Dienst einfach, verletzt er seine mietvertraglichen Pflichten.
Mieter putzt Treppenhaus nicht: Richtig abmahnen und Fristen setzen
Bevor rechtliche Schritte folgen, empfiehlt sich ein sachliches Gespräch. Oft liegt es an Missverständnissen oder Unklarheiten über den genauen Wochentag. Bringt das persönliche Wort keine Besserung, folgt der formelle Weg.
Der Eigentümer setzt dem Mieter schriftlich eine Frist zur Nachbesserung. Reagiert der Bewohner darauf nicht, folgt eine schriftliche Abmahnung. Darin muss genau stehen, wann die Reinigung versäumt wurde und welcher Zustand vorgefunden wurde. Fotos vom verschmutzten Flur dienen dabei als Nachweis.
- Erstes Gespräch suchen und auf den Reinigungsplan hinweisen
- Konkrete Frist setzen, meist genügen ein bis zwei Tage zur Nachholung
- Schriftliche Abmahnung zustellen, falls die Frist verstreicht
- Versäumnisse mit Datum, Uhrzeit und Fotos dokumentieren
Ersatzvornahme: Reinigung auf Kosten des Mieters
Verstreicht auch die Frist nach der Abmahnung fruchtlos, kann der Vermieter eine sogenannte Ersatzvornahme durchführen. Das bedeutet: Der Vermieter beauftragt eine Firma oder reinigt die Etage selbst und stellt die entstandenen Kosten dem säumigen Mieter in Rechnung.
Wichtig ist hierbei die Verhältnismäßigkeit. Die Kosten müssen sich im üblichen Rahmen bewegen. Der Mieter zahlt dann allerdings nur den Einsatz für seinen versäumten Turnus, nicht für das gesamte Jahr im Voraus. Weigert er sich weiter beharrlich, kann im Extremfall nach wiederholten Abmahnungen eine Kündigung des Mietverhältnisses drohen.
Dauerhafte Lösung: Umstellung auf einen externen Reinigungsdienst
Der Streit um die Kehrwoche kostet Zeit und belastet die Hausgemeinschaft. Aus diesem Grund verabschieden sich viele Eigentümer von der Eigenreinigung durch Mieter und vergeben die Treppenhausreinigung in Köln an einen professionellen Dienstleister.
Die laufenden Kosten für eine regelmäßige Gebäudereinigung zählen nach der Betriebskostenverordnung zu den umlagefähigen Betriebskosten. Ist im Mietvertrag vereinbart, dass Betriebskosten nach § 2 BetrKV abgerechnet werden, lässt sich die Reinigung meist rechtssicher auf alle Mietparteien umlegen. Das sorgt für saubere Flure, entlastet die Bewohner und beendet endlose Diskussionen an der Wohnungstür.
Worauf Eigentümer bei der Vergabe achten sollten
Ein klar definiertes Leistungsverzeichnis verhindert Unklarheiten über den Arbeitsumfang. Neben den Stufen und Absätzen gehören dazu der Eingangsbereich, Handläufe, Klingeltableaus und Fußmatten. Auch Kellertreppen und Fenster im Flur sollten in festen Abständen gereinigt werden.
ÖKS Dienstleistungen übernimmt die regelmäßige Betreuung von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen. Die genauen Kosten richten sich immer nach der Stockwerkanzahl, der Bodenbeschaffenheit und dem gewählten Reinigungsintervall. Nach einer kurzen Besichtigung vor Ort lässt sich der genaue Bedarf ermitteln.
Häufige Fragen
Darf der Vermieter die Reinigung ohne Ankündigung an eine Firma vergeben?
Wenn die Mieter laut Vertrag selbst putzen müssen, darf der Vermieter die Leistung nicht einfach ohne Vertragsänderung dauerhaft umstellen. Eine einseitige Umstellung ist nur möglich, wenn der Mietvertrag dies ausdrücklich vorsieht oder die Mieter der Änderung zustimmen.
Was passiert, wenn jemand auf dem ungewischten Boden ausrutscht?
Die Verkehrssicherungspflicht liegt grundsätzlich beim Eigentümer. Hat dieser die Pflicht wirksam auf die Mieter übertragen, haften bei Versäumnissen zunächst die zuständigen Mieter. Der Vermieter muss jedoch stichprobenartig kontrollieren, ob die Arbeiten tatsächlich ausgeführt werden.
Welche Kosten entstehen bei einer Beauftragung?
Die Kosten hängen von Faktoren wie Etagenzahl, Fläche, Verschmutzungsgrad und Intervall ab. Ein verbindliches Angebot erfolgt deshalb nach einer kurzen Besichtigung des Objekts.
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